Mittwoch, 28. Mai 2014
Wo kein Ende - da kein Anfang
Noch vor 5 Jahren dachte ich, dieser Tag würde nie kommen.

Nach meiner Krebsdiagnose wurde ich mir mit nur 26 Jahren im vollen Ausmaß meiner Sterblichkeit bewusst.
Überfordert von diesen negativen Gedanken wollte ich es nie soweit kommen lassen.
Mir ging es nie zu gut im Leben, aber das war nun sowieso hinfällig, dachte ich jedenfalls. Bereit allem ein Ende zu setzen überlegte ich mir gründlich was eine menschliche Variante wäre, diese Welt und mit ihr meine Hülle hinter mir lassen zu können - ich fand keine. Liegt wohl damit zusammen das es keine gibt.
Nicht das ich religiös wäre, aber nur darüber nachzudenken fühlte sich derart falsch an, das ich enorme Steigerung meines Selbsthasses feststellen musste.
Ich dachte ehrlich, das es niemanden auf der Welt gibt, dem ich vertrauen kann, niemanden mit dem ich über meine Gedanken reden kann, niemanden dem ich mich anvertrauen kann ohne das er gleich voreingenommen handeln würde, was unweigerlich herbe Konsequenzen für mich zur Folge hätte.

Dennoch bin ich froh es versucht zu haben, ohne erste Schritte - kein Vorrankommen.

Heute weiß ich es gibt jemanden dem ich mich vollkommen anvertrauen kann, du warst immer da, ich konnte dich nur nicht so sehen wie ich dich jetzt sehen kann. Danke dafür das es dich gibt, auch wenn du das hier wohl niemals lesen wirst.

Heute ist Licht wo früher nur Schatten war. Dein Licht. Du bist alles für mich und wirst es immer sein, egal was in Zukunft noch passieren mag.

Danke!

(Keine Panik, bin längst über diese Phasen hinweg und befinde mich nun z.Zt. in Behandlung - nicht das ihr denkt da will sich einer umbringen, das war einmal)

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